Kriemhildenstuhl

 

Der Kriemhildenstuhl, ein römischer Steinbruch, gehört dabei zu jenen Orten mit besonderer und überregionaler Bedeutung. Dabei ist es nicht die Größe, sondern die Vielzahl seiner gut erhaltenen Felsinschriften und Felsbilder, die ihn zu den bedeutendsten Denkmälern römischen Lebens nördlich der Alpen zählen lassen. Das Besondere:Es war ein militärischer Steinbruch.


Legio XXII Primigenia


Die Legio XXII Primigenia war eine Legion der römischen Armee, die wahrscheinlich im Jahr 39 n. Chr. aufgestellt wurde. Berichte über die Legion in Mogontiacum (Mainz) gibt es bis ins 4. Jahrhundert. Legionssymbole waren ein Capricorn (mythologische Gestalt, halb Steinbock, halb Fisch) und der Halbgott Herkules. Der Name Primigenia (lat.: die Erstgeborene) bezieht sich wohl auf die Erstaushebung der neuen Legion, doch ist auch eine Weihung der Göttin Fortuna Primigenia möglich.
Unter Caracalla (eigentlich Marcus Aurelius Severus Antoninus 211--217) übernahm die Legion im Jahr 213 in einem Feldzug gegen die Alemannen eine bedeutende Rolle. Ihr wurde der Beiname Legio XXII Primigenia Pia Fidelis Antoniniana verliehen. Unter Severus Alexander (222--235) nahm die Legion an den Feldzügen gegen die Sassaniden um 235 teil, wofür sie den Namen Legio XXII Primigenia Alexandriana Pia Fidelis erhielt. Die Legion war noch während der Angriffe der Alamannen um 233 in Mainz stationiert. Aus der Reihe ihrer Soldaten kam auch der Anführer der Mörder des Kaisers Severus Alexander, Maximinus Thrax, als dieser sich zur Vorbereitung eines Feldzuges gegen die Alamannen in Mainz aufhielt. 

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